unsere augen sehen nur einen lichtwellenbereich von 400 bis 800 nanometer. infrarotes oder ultraviolettes licht nehmen wir nicht wahr.

den über 125 millionen lichtsinneszellen eines auges stehen nur rund eine million nervenfasern gegenüber. die netzhaut filtert und verdichtet daher optische informationen, bevor sie über den sehnerv an das gehirn gesendet werden. dabei wird die linke hälfte des gesichtsfeldes an die rechte großhirnhälfte geleitet und umgekehrt. auf dem weg zum großhirn werden die daten nach farben, formen, bewegungs- und rauminformationen sortiert und auf unterschiedlichen kanälen analysiert. das großhirn hat letztendlich die aufgabe, alle ergebnisse zu einem gesamtbild zusammenzubauen. der sehvorgang ist damit keine wirklichkeitsgetreue abbildung der außenwelt, sondern eine mit enormem rechenaufwand des gehirns erzeugte wahrnehmungswelt.